diva läuft beim Netto-Onlineshop nicht mehr auf Dynamics NAV, sondern auf Microsoft Dynamics 365 Business Central.
Mehr als 10.000 Aufträge gingen unmittelbar nach der Umstellung durch das neue System und das völlig reibungslos.
Anfragen werden rund 22 Prozent schneller bearbeitet, interne Rückfragen sind um bis zu 15 Prozent zurückgegangen.
Lebensmittelhandel / E-Commerce & Retail
NeS GmbH, E-Commerce-Tochter von Netto Marken-Discount
Lebensmittel und Non-Food-Sortiment im Onlineshop
Den Netto-Onlineshop betreibt die NeS GmbH. Als E-Commerce-Tochter von Netto Marken-Discount verantwortet sie das digitale Geschäft eines der größten Lebensmitteldiscounter Deutschlands. Das Sortiment wächst, die Bestellmengen sind hoch und im Onlinehandel mit Lebensmitteln entscheiden verlässliche Liefertermine und schnelle Antworten im Service darüber, ob Kundinnen und Kunden wiederkommen. Ob das funktioniert, hängt an der ERP-Basis im Hintergrund. Bei NeS ist das seit mehr als zehn Jahren diva.
Betrieben wurde diva seit 2016 auf Microsoft Dynamics NAV. In dieser Zeit kamen zahlreiche Individualentwicklungen hinzu, die tief in den Standard eingriffen. Fachlich taten sie ihren Dienst. Technisch entstand daraus ein System, dessen Releases immer mehr Aufwand kosteten und das mit jedem Jahr schwerer zu pflegen war.
2023 zog NeS daraus die Konsequenz und entschied sich für den Wechsel auf Microsoft Dynamics 365 Business Central. Gesucht war eine Architektur, die sich skalieren und ohne Sonderaufwand aktuell halten lässt.
Das Projekt startete im Herbst 2023 und ging nach rund eineinhalb Jahren im Juni 2025 termingerecht live. Im Fokus stand die konsequente technische Trennung von Standardfunktionen und individuell entwickelten Prozessen. Was vorher eng verwoben war, musste zum Teil entflochten und in den diva Standard zurückgeführt werden.
Workshops vor Ort und ausführliche Integrationstests sicherten das gemeinsame Verständnis der Anforderungen. Die Umstellung begleitete ein Team von collana Tochter MAC IT- Solutions direkt bei NeS in Regensburg. Der erste Tag im Echtbetrieb blieb stabil, über 10.000 Aufträge liefen durch.
Fachlich bleibt Netto bei diva, jetzt auf Basis von Microsoft Dynamics 365 Business Central. Neu hinzu kamen ein Lieferantenportal von der MAC und der ebenfalls zur Gruppe gehörenden collana solutions mit über 200 angebundenen Partnern, ein Ticketsystem mit zentraler Kundenhistorie, die Anbindung von PAYBACK und weiterer Zahlungsarten sowie überarbeitete Abläufe bei Kreditoren und Rechnungsprüfung. Für collana sprachen das gewachsene Prozessverständnis und die Aussicht, Sonderanforderungen künftig im releasefähigen Standard abzubilden.
„Dieses Projekt ist erneut ein Beispiel dafür, was möglich ist, wenn partnerschaftlich zusammengearbeitet wird. Wir haben gemeinsam anspruchsvolle Schritte gemeistert. Mit der neuen Systemlandschaft sind wir nun zukunftsorientiert aufgestellt.“
Christina Stylianou
Leiterin Unternehmenskommunikation, Netto Marken-Discount
Alle kundenbezogenen Prozesse laufen heute über eine Datenbasis. Der Kundenservice sieht Anfrage, Verlauf und Lösungsweg an einem Ort, ohne zwischen Systemen zu wechseln. Messbar ist das an mehreren Stellen: Anfragen werden rund 22 Prozent schneller bearbeitet, deutlich mehr Fälle sind bereits beim ersten Kontakt erledigt und interne Rückfragen gingen um bis zu 15 Prozent zurück.
Im Tagesgeschäft des Onlineshops zeigt sich der Effekt bei der Auftragsbearbeitung. Die Fehlerquote sank um einen zweistelligen Prozentwert, entsprechend seltener muss jemand manuell eingreifen. Auf der Lieferantenseite verkürzt das Portal das Onboarding neuer Partner und externe Systeme lassen sich mit weniger Aufwand anbinden.
Die Zusammenarbeit reicht weit zurück. Das Ticketsystem, das NeS heute nutzt, entstand ursprünglich zusammen mit dem Servicecenter von Netto und gehört längst zum diva-Standard. Aus dem Bedarf eines einzelnen Kunden ist damit eine Funktion für alle diva Anwender geworden.
Der schwierigste Teil des Projekts war die Rückführung der Individualentwicklungen in den Standard. Dieser Aufwand rechnet sich über den Go-Live hinaus, weil jedes künftige Update dadurch weniger Arbeit macht.
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